• Doula Anita

Die Geburt in einem Geburtshaus


Heute möchte ich dir kurz und knapp die Geburt in einem Geburtshaus erklären.

Was ist ein Geburtshaus?

Ein Geburtshaus wird meistens von einer oder mehreren Hebammen geleitet.

Je nach Geburtshaus werden verschiedene Leistungen und Kurse durch Hebammen oder andere Experten angeboten.

Was macht ein Geburtshaus aus?

Dort herrscht meist eine ruhigere und angenehmere Atmosphäre als im Krankenhaus. Die Geburten sind selbstbestimmt und sehr Interventionsarm.

Auch dort gibt es viele Hilfsmittel, wie einen Gebärhocker, eine Wanne, usw.….

Ein Arzt ist in der Regel nicht anwesend und eine Hebamme ist in der Regel während der gesamten Entbindung anwesend.

Wie läuft dort die Geburt ab?

Nach der Geburt folgt die U1 durch die Hebamme. Die Geburten sind meist ambulant, das heißt wenn Mutter und Kind wohlauf sind, dürfen sie nach einigen Stunden schon nach Hause. Dort werden sie dann von einer Nachsorgehebamme betreut. Eine Entbindung sollte gut vorbereitet werden, weil es weder Ärzte gibt noch Medikamente verabreicht werden können – auch nicht zur Schmerzlinderung. Es werden aber oft homöopathische Mittel, Naturheilkunde, Akupunktur und Massagen angeboten. Es gibt keine PDA oder Kaiserschnitte.

Für wen ist eine Geburt im Geburtshaus geeignet?

Es dürfen keinerlei Komplikationen oder Risiken bekannt sein. Das Baby muss außerdem mit dem Köpfchen unten liegen. Es darf auch keine Mehrlingsschwangerschaft sein. Außerdem muss der Frauenarzt seine Zustimmung geben. Nur dann steht der Geburt im Geburtshaus nichts im Wege.

Was passiert bei Komplikationen?

In dringenden Fällen wird die Gebärende schnell in eine Klinik verlegt. Viele Geburtshäuser sind deshalb an eine Klinik angebunden. Die Entscheidung über eine Verlegung trifft die Hebamme.

Wie finde ich das richtige Geburtshaus?

Auf der Webseite des Deutschen Hebammenverbandes findet man ein Verzeichnis aller Geburtshäuser. Man sollte frühzeitig ein Kennenlerntermin ausmachen um die Einrichtungen und Mitarbeiter kennen zu lernen. Je nach den Wünschen für Schwangerschaft und Geburt wählt man sich dann eins aus.

Wer trägt die Kosten?

Die Kosten für die Geburt selbst trägt die gesetzliche Krankenversicherung. Manche zahlen auch anteilig die Rufbereitschaft der Hebammen. Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse werden ebenfalls übernommen. Es empfiehlt sich aber vorab ein Gespräch mit der jeweiligen Krankenkasse.

Ich hoffe mein Beitrag war für dich hilfreich und er hat dir gefallen.

Liebe Grüße,

deine Anita

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